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Der Frachtbrief ist das zentrale Transportdokument zwischen Absender und Frachtführer. Er dokumentiert den Abschluss des Beförderungsvertrags, beschreibt die Ware, Menge und Route und dient im Schadensfall als Beweismittel. In der Praxis unterscheidet man mehrere Typen je nach Verkehrsträger und Anwendungsbereich.

Frachtbrief-Arten im Überblick

Im Straßengüterverkehr sind zwei Frachtbriefe dominierend: Der CMR-Frachtbrief für grenzüberschreitende Sendungen nach CMR-Konvention und der nationale Frachtbrief für innerdeutsche Transporte, rechtlich geregelt im HGB. Letzterer ist formal nicht vorgeschrieben, wird aber zur Beweiserleichterung fast immer verwendet.

Für andere Verkehrsträger gibt es eigene Dokumente: Der Luftfrachtbrief (Air Waybill, AWB) wird im internationalen Flugverkehr nach dem Montrealer Übereinkommen eingesetzt. Im Seeverkehr kommt das Konnossement (Bill of Lading) zum Einsatz, das anders als der Frachtbrief ein Wertpapier ist und die Ware während des Transports “repräsentiert”. Der Bahnfrachtbrief CIM regelt grenzüberschreitenden Schienentransport.

Funktionen und Pflichtangaben

Jeder Frachtbrief erfüllt drei Grundfunktionen: Vertragsbeweis, Empfangsbestätigung und Haftungsdokument. Die Pflichtangaben sind je nach Verkehrsträger ähnlich — Absender, Empfänger, Warenbezeichnung, Gewicht, Stückzahl, Übernahmedatum, Frachtführer. Bei Gefahrgut kommen spezifische Angaben nach ADR dazu: UN-Nummer, Gefahrgutklasse, Verpackungsgruppe.

Typisch sind drei oder vier Ausfertigungen, farblich unterschieden: Original für den Empfänger, Duplikat für den Absender, Kopie für den Frachtführer, teilweise ein viertes Exemplar für die Zollabwicklung. Die Aufbewahrungsfrist in Deutschland beträgt zehn Jahre aus handels- und steuerrechtlichen Gründen.

Digitaler Frachtbrief

Der elektronische Frachtbrief (eCMR, eAWB) hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Vorteile sind Zeitersparnis, Papierreduktion und automatische Systemintegration. Seit 2024 arbeiten alle EU-Mitgliedstaaten am verbindlichen eFTI-System für elektronische Transportinformationen.

Frachtbriefe bei der FASTR GmbH

Bei jedem FASTR-Transport wird der passende Frachtbrief erstellt: national nach HGB, international nach CMR. Bei Gefahrguttransporten ergänzen wir automatisch alle vorgeschriebenen ADR-Felder. Der Empfänger quittiert digital per Fahrer-App, das Dokument wird im Kundenportal archiviert.

Häufige Fragen

Muss der Frachtbrief immer in Papierform mitgeführt werden?
Innerhalb der EU zunehmend nicht mehr — eCMR ist in den meisten Ländern anerkannt. International an EU-Außengrenzen wird oft noch Papier verlangt.

Wer haftet bei fehlerhaftem Frachtbrief?
Der Absender für die Richtigkeit seiner Angaben, der Frachtführer für seine Unterschriftsbestätigung und Kontrolle der Übernahme.

Was passiert, wenn kein Frachtbrief vorliegt?
Der Vertrag bleibt gültig, aber der Beweis ist aufwändiger. In der Praxis sollte immer ein Frachtbrief ausgestellt werden.